Die Scheiben von Fenstern sind Schwachstellen, die Kriminelle oft nutzen, um in Gebäude einzudringen. Dies gilt auch für Zwei- und Dreifach-Isolierverglasungen, die ein Einbrecher fast ebenso leicht wie eine einfache Glasscheibe einschlagen kann. Sollte ihm diese Methode zu laut sein, schneidet er stattdessen ein Loch hinein und betätigt den Griff, um das Fenster zu öffnen. Wenn Sie dies verhindern möchten, können Sie einbruchhemmende Fenster mit Sicherheitsbeschlägen einbauen lassen oder Sie tauschen die Verglasung aus. Auch eine nachträglich angebrachte Einschlagschutzfolie kann in Zusammenspiel mit zusätzlichen Sicherungsmaßnahmen den Schutz der Fenster wesentlich verbessern.

Einbruchhemmende Fenster – in sieben Widerstandsklassen erhältlich

Einbruchhemmende Fenster werden nach der DIN EN 1627 in sieben Widerstandsklassen eingeteilt. Sie sind in vielen Fällen bereits mit einer einbruchhemmenden Verglasung ausgestattet. Allein bei den Fenstern der Widerstandsklasse RC1N wird auf diesen Schutz verzichtet. Für privat genutzte Gebäude empfiehlt die Polizei einbruchhemmende Fenster der Klasse RC2N oder RC3. Bei Letzteren ist das Glas besonders widerstandsfähig und lässt sich daher nur mit hohem Kraftaufwand einschlagen. Grundsätzlich sind jedoch auch Fenster der Klasse RC2N für Wohnhäuser gut geeignet.
 

Mit neuen Verglasungen für mehr Sicherheit sorgen

Wenn Sie allein die Scheiben austauschen möchten, können Sie sich an der Kennzeichnung gemäß der DIN EN 356 orientieren. Nach ihren Vorgaben wird einbruchhemmendes Glas mit dem Buchstaben P gekennzeichnet. Auf diese P folgt eine Ziffer zwischen 1 und 8. Je höher die Zahl ist, desto besser ist der Schutz. An letzter Stelle steht meist der Buchstabe A oder B. Mit A wird durchwurfhemmendes, mit B durchbruchhemmendes Glas gekennzeichnet. Mit dem Buchstaben C oder D gekennzeichnetes Glas hält sogar Durchschüssen beziehungsweise Sprengstoff stand, kommt für Fenster in der Regel jedoch nicht in Betracht. Durch diese Buchstaben- und Zahlenkombination entstehen Kürzel wie zum Beispiel P2A oder P6B. Diese vielen Angaben sind vor allem für Laien oft etwas verwirrend. Sie können sich beim Kauf neuer Scheiben jedoch danach richten, dass einbruchhemmende Fenster der Klasse RC2N mit P4A-Verglasungen und Fenster der Klasse RC3 mit P5A-Verglasungen ausgestattet sind. Für die höheren Schutzklassen RC4 bis RC6 werden dagegen P6B bis P8B-Verglasungen genutzt, die bei den Prüfverfahren mit Äxten bearbeitet werden.

Zum Nachrüsten: durchwurfhemmende Folien

Eine günstige Alternative zu neuen Fensterscheiben ist das Aufkleben von durchwurfhemmenden Folien, die auch oft für große Schaufensterscheiben von Geschäften genutzt werden. Sie werden auf den Innenseiten der Scheiben angebracht, sind durchsichtig und nach dem Aufkleben daher nicht mehr zu sehen. Eine Sicherheitsfolie lässt die Scheibe bei einem Bruch nicht in viele Einzelteile zerspringen, denn an ihr bleiben die Scherben haften. Sie verhindert daher, dass ein Einbrecher durch die zerschlagene Scheibe den Fenstergriff betätigt und das Fenster von außen öffnet. Wenn Sie diese Variante bevorzugen, sollten Sie beim Kauf der Folien darauf achten, dass sie der DIN EN 356 P2A entsprechen. Diese werden auch von der Polizei empfohlen.

  • Anwendung auf der Innenseite von Fenstern, Glastüren und Glaswänden
  • Klar, transparent
  • Höherer Einbruchswiderstand
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Weitere Alternativen zu einbruchhemmenden Fenstern und Verglasungen

Auch mit dem Austausch einzelner Fenster gegen Festverglasungen erhöhen Sie den Einbruchschutz, denn Festverglasungen lassen sich im Unterschied zu herkömmlichen Fenstern nicht aushebeln. Solch ein Umbau kommt aber natürlich nur bei Fenstern in Frage, die Sie ohnehin nie öffnen. Eine weitere Möglichkeit, sich vor Eindringlingen zu schützen, sind Fenstergitter. Sie signalisieren potentiellen Einbrechern schon von Weitem, dass ein Einbruch schwierig werden könnte und halten sie daher nicht selten von ihrem Vorhaben ab. Einen optimalen Schutz bieten sie jedoch nur, wenn sie fest im Mauerwerk verankert sind und aus robusten Materialien bestehen. Fenstergitter können durchaus dekorativ sein und eignen sich daher nicht nur für Kellerfenster und andere Fenster an weniger sichtbaren Stellen. Sie sind oft mit schönen Ornamenten versehen und können daher auch ganz gezielt zur Gestaltung der Fassade genutzt werden.

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